Wenn Spielzeug sprechen könnte (Februar 2015)

Morgens um kurz vor Sieben ist es im ganzen Haus noch ruhig, alles liegt an Ort und Stelle. Um sieben Uhr erwacht das Haus. Die ersten Erzieherinnen kommen, machen Licht, öffnen die Fenster und bereiten so langsam alles für den Tag vor. Kurz danach kommen auch schon die ersten Kinder. Die kleinen P. und unsere E. sind schon früh am Morgen stets gut gelaunt und fröhlich. Sie gehören auch zu den Kreativkindern, die schon ganz früh malen, schneiden oder kleben wollen. Natürlich ist die Ausdauer nicht allzu groß. Aber Abwechslung muss sein.

Die anderen Kinder und Erzieherinnen kommen so nach und nach. Das Spielzeug in allen Gruppenräumen erwacht. Auf dem Bauteppich sieht man die Jungen mit den Autos fahren, Eisenbahnen und Legofiguren erwachen zum Leben. Die ersten Rennen werden gefahren. Manchmal endet das Spiel auch in einer wilden Raserei und muss von der Erzieherin beendet werden. In der Puppenecke wird gekocht und die Puppen im Wagen durch die Räume gefahren. Am Tisch wird gepuzzelt oder gebastelt.

Pünktlich um neun Uhr darf sich all das Spielzeug ausruhen, die Kinder machen den Morgenkreis. Nach dem Morgenkreis wird gefrühstückt, das Spielzeug liegt unbeachtet in den Räumen herum. Aber nach dem Frühstück, wenn die Taschen aufgehängt und der Mund wieder sauber ist, geht es weiter. Jetzt wird jedes Spielzeug irgendwie benutzt. Am Tisch wird gemalt und gebastelt. An einem anderen Tisch wird gepuzzelt oder mit dem selbst gebastelten Memory gespielt. Dabei gerät manchmal alles durcheinander und muss wieder sortiert werden. Aber alle haben ihren Spaß. Manche Spielsachen werden auch nicht korrekt benutzt, so wird auch schnell mal eine Tasse zum Fußball oder ein Bilderbuch wird zum Hauen missbraucht, aber dem machen die Erzieherinnen dann ein Ende. Denn es soll ja kein Kind oder Spielzeug zu Schaden kommen. Auch ohne Spielzeug kann man Spaß haben, es wird getanzt, gerannt und gehüpft. Ganz besonders macht dies in der Turnhalle Spaß. Dort müssen die Bälle, Reifen, Bausteine und auch das Trampolin sehr viel aushalten, aber zum Glück sind die Turngeräte Kinder gewöhnt.

Fast täglich gehen wir auf den Spielplatz. Dort könnte so manches Spielzeug Geschichten erzählen, da heißt es als Spielzeug nur durchhalten. Um 11.30 Uhr sitzen wir am Tisch und essen zu Mittag, jetzt darf sich das Spielzeug ausruhen. Danach geht es in den Waschraum Mund waschen, wickeln und ab ins Bett. Bis ca. 14.00 Uhr ist es in allen Räumen ruhig und leise. Kinder und Spielzeug ruhen sich aus. Nach dem Schlafen, während der Wickel- und Toilettenzeit, sind die Bilderbücher sehr gefragt, auch Stifte und Papier sind im Einsatz. Eine kurze Verschnaufpause gibt es während dem Imbiss. Danach gehen einige Kinder nach Hause. Für den Rest heißt es anziehen, auf den Spielplatz gehen, und wieder kommt das Spielzeug zum Einsatz. Jetzt heißt es nochmal alles geben, besonders für die Fahrzeuge, denn sie sind am Nachmittag sehr beliebt und um 17.00 Uhr ist Feierabend. Das Spielzeug ist aufgeräumt. Bis morgen früh pünktlich um 7.00 Uhr.

 

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